top of page

"Traumatisierung heißt, dass eine die Psyche belastende Erfahrung nicht in die eigene Biografie integriert werden konnte, sondern sich immer wieder über das Leben im Hier und Jetzt stülpt, als fände das Erleben gerade jetzt statt. Der Mensch kann dabei auf zwischenzeitlich erlangte Fähigkeiten und Ressourcen nicht mehr zurückgreifen und fühlt sich auch in der Bewältigung seines Alltags stark eingeschränkt." 

traumaspezifische Fachberatung Traumaberatung Traumabegleitung

"Verstehe Trigger als Zeichen, denn deine Wunden brauchen deine Aufmerksamkeit."

Die traumazentrierte Beratung hat sich in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten neuen Beratungsdisziplinen entwickelt, die traumatisierten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen durch adäquate Unterstützung wieder selbstermächtigte Teilhabe am sozialen Leben ermöglicht. 

 

Das Wort Trauma kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie Verletzung oder Wunde, gemeint ist die Verletzung der Seele. Das Trauma entsteht aus einem Ereignis, das potenziell vom Erlebenden als lebensbedrohlich bewertet wird und Gefühle von Angst und Hilflosigkeit auslöst. Die Gefühle sind, anders als bei einer normalen kurzfristigen Stresssituation, so überwältigend, dass diese weder zeitgleich mit dem Ereignis noch in Folge verarbeitet werden können.

 

Um nach einem Trauma den Alltag weiter angemessen bewältigen zu können, entwickelt der Mensch Überlebensstrategien, die ihm langfristig mehr schaden als nützen und die auf Körper und Psyche weiter negativ wirken. Überlebensstrategien können sein: Vermeidung, Ablenkung, Kontrolle, Kompensation und Illusion. Die unterschiedlichen Gesichter von Traumafolgen sind körperliche Symptome für die keine medizinischen Ursachen gefunden werden können (Somatisierungen), Schlafstörungen, Suchterkrankungen, Beziehungsstörungen und vieles mehr. Ein gesunder Alltag kann oft nicht mehr ohne professionelle Hilfe von Außen gelebt werden. 

FAQS - gut zu wissen

1) Wann kann ich traumatisiert werden? 

Wir können auf unterschiedliche Weise traumatisiert werden und viele von uns erleiden mindestens einmal im Leben ein Trauma. Grundsätzlich unterscheidet man zwei große Gruppen von Traumata, das Schocktrauma und das Entwicklungstrauma. Wobei es sich beim Schocktrauma um ein einmaliges Erlebnis handelt (Unfall, sexueller/körperlicher Übergriff, Überfall, Naturkatastrophe, Krieg, Geburt,...) und das Entwicklungstrauma Erlebnisse meint, die früh in deiner Biografie begonnen haben und sich wiederholen. (Vernachlässigung, Misshandlung, Missbrauch,...)Ein Trauma muss nicht unbedingt selbst erlebt worden sein, um eine Beratung aufzusuchen, denn ein Trauma, das eine Vorgeneration erlebt hat (Krieg), kann sich auch auf dich auswirken und du kannst dadurch in deinem Erleben belastet sein und im Alltag eingeschränkt. 

 

Je länger das traumatische Ereignis andauert, je öfter es sich wiederholt und je früher im Leben es passiert, umso schwerwiegender sind oft die Folgen. 

2) Wen kannst du mit deinem Angebot der Traumabegleitung     

   unterstützen? 

Die Traumabegleitung richte sich an Menschen, die sehr früh in ihrem Leben schlechte Bindungserfahrungen gemacht haben oder seit einem einschneidenden Erlebnis aufgrund der Folgen des Selben nur erschwert ihren Alltag bewältigen können. Auch für Menschen, die belastende Ereignisse im Kontext ihrer beruflichen Tätigkeit in krisenbehafteten Berufen oder ehrenamtlichen Tätigkeiten schwer bzw. schlecht verarbeiten, und sich deshalb in ihrem Alltag eingeschränkt fühlen und deren Lebensqualität leidet, ist die Begleitung geeignet. 

3) Was passiert in der Traumabegleitung? Wie kann Traumabegleitung 

     helfen?

Die Traumabegleitung ist stark Ressourcen orientiert und wir arbeiten in der Beratung mit entsprechenden Methoden um deine Selbstwirksamkeit zu stärken. Du übernimmst so wieder Stück für Stück das Ruder über dein Leben und gewinnst an Lebensqualität und Lebensfreude zurück. Die Hauptaufgabe der Beratung im Kontext von Traumatisierungen sehe ich in der Begleitung und Unterstützung meiner KlientInnen in einer gelingenden Alltagsbewältigung und der Stärkung und Gestaltung sozialer Beziehungen und der Beziehung zu sich selbst. Dies ist grundsätzlich mein Ansatz in der personenzentrierten Beratung.

Traumabegleitung ist Stabilisierung und Stärkung des Klienten für einen wieder gelingenden Alltag!

Leidest du aufgrund einer Traumatisierung unter einer diagnostizierten psychischen Störung, suche bitte unbedingt eine/n Psychotherapeut:in deines Vertrauens auf. In diesem Fall kann ich dich als psychologische Beraterin begleitend zu einer Psychotherapie unterstützen oder dich begleiten während du auf einen Langzeittherapieplatz wartest. 

" Im Gegensatz zur Psychotherapie ist die Traumaberatung breiter gefasst und kann subjektiv, aufgaben- und kontextbezogen sowie präventiv, kurativ und rehabilitativ einwirken.

(Gahleitner 2013)

„Ein Trauma unterdrückt die Entfaltung des Lebens. Es unterbricht die Verbindung zu uns selbst, zu anderen Menschen, zur Natur und zu unserer geistigen Quelle!“

Image by Yuris Alhumaydy
bottom of page